Lebermetastasen und Aderhautmelanom:
Einblicke in die Patientenversorgung

Verständnis zu Lebermetastasen Ihrer Patienten mit Aderhautmelanom

Das Aderhautmelanom (UM) ist die häufigste primäre intraokulare Malignität bei Erwachsenen. Etwa 50 % der Patienten entwickeln Metastasen, wobei die Leber in 90 % der Fälle als erstes Organ betroffen ist. Eine frühe Erkennung und Behandlung von Lebermetastasen ist ein entscheidender Faktor zur Verbesserung des Gesamtüberlebens und des progressionsfreien Überlebens.

Die Bedeutung der Leberüberwachung

Die frühe Erkennung von Lebermetastasen ist essenziell, da sie den Patienten eine breitere Palette therapeutischer Optionen und die Möglichkeit der Teilnahme an klinischen Studien ermöglicht. Eine regelmäßige Überwachung der Leber wird für alle UM-Patienten empfohlen, um Metastasen bereits vor dem Auftreten von Symptomen zu identifizieren.

Die Behandlungsstrategien für Patienten mit Aderhautmelanom in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind äußerst heterogen. Da die meisten Patienten mit frühem metastasiertem Aderhautmelanom normale Laborwerte aufweisen und asymptomatisch sind, bleibt die Schnittbildgebung der Eckpfeiler bei der Erkennung von Metastasen. Eine länderspezifische Leitlinie für die Behandlung und Überwachung dieser Patienten ist dringend erforderlich, um diese Patienten angemessen zu unterstützen.

Für Patienten mit der Diagnose Aderhautmelanom sollten folgende Maßnahmen in Betracht gezogen werden:

  1. Routinebildgebung zur Überwachung mindestens zweimal jährlich
  2. Da die Leber bei weitem das am häufigsten von Metastasen betroffene Organ darstellt, ist die abdominelle MRT bei 1,5 oder 3 Tesla als bevorzugte Methode mit der höchsten Sensitivität zur Erkennung hepatischer Metastasen
  3. Die kontrastmittelverstärkte MRT mit Gadoxetat-Dinatrium (Eovist) ist bekanntermaßen der CT bei der Erkennung kleiner Lebermetastasen überlegen
  4. Diffusionsgewichtete Sequenzen sind ebenfalls bemerkenswert sensitiv bei der Darstellung von Melanommetastasen und sollten als Teil der MRT-Untersuchung in Betracht gezogen werden
  5. Ultraschall ist stark untersucherabhängig und sollte für die Standardüberwachung nicht empfohlen werden CT-Bildgebung sollte in Betracht gezogen werden, wenn es um die Erkennung extrahepatischer Metastasen geht

Differenzierung Leber-gerichteter Therapien

Nach der Entwicklung von Lebermetastasen ist die Gesamtüberlebensrate schlecht, wobei Leberversagen in nahezu allen Fällen die Todesursache darstellt. Um das Überleben von Patienten mit metastasiertem Uveamelanom zu verlängern, ist die Kontrolle des Wachstums der Lebertumoren von entscheidender Bedeutung.1 Leber-gerichtete Therapien (LDTs) können erfolgreich eingesetzt werden, um das Wachstum von Lebertumoren bei Patienten mit metastasiertem Uveamelanom zu kontrollieren. Es existieren verschiedene Techniken und Behandlungsmethoden, einschließlich embolischer, ablativer und nicht-embolischer Verfahren, die alle darauf ausgerichtet sind, Lebermetastasen effektiv zu behandeln.

Embolische Therapien

Ablative Therapien

Nicht-embolische Therapien

Für ein detaillierteres Verständnis Leber-gerichteter Therapien, klinischer Ergebnisse und Fachmeinungen von HCPs

Auswahl geeigneter Patienten und Patienten für LDT

Therapienaiv

Bereits behandelt*

Nicht durch HLA-Genotyp eingeschränkt

Allgemeine Einschlusskriterien, einschließlich, aber nicht beschränkt auf:

  • Tumorlast < 50 % der Leber**
  • ECOG/WHO-Performance-Status 0-2
  • Ausreichende Leberfunktion (Bilirubin < 34 µmol/L bzw. 2,0 mg/dL)
  • Lebenserwartung > 12 Wochen

* Eine Vorbehandlung mit bestimmten embolischen Therapien kann das Leberparenchym schädigen und den Einsatz künftiger Leber-gerichteter Therapien einschränken.

** Gilt sowohl für embolische als auch nicht-embolische Therapien.


Interne Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen

Um Sie und Ihr Behandlungsteam zu unterstützen, steht eine Liste mit Schulungsveranstaltungen zum Download zur Verfügung. Hier finden Sie alle kommenden Kongresse und Symposien zum metastasierten Uvealmelanom.